Das iPhone als Bespaßungsinstrument – so 2010!

Source: SmartbeanDie kulturelle Relevanz des iPhones ist unumstritten. Dass es nun auch eine Rolle in der Kindererziehung spielt, dem sind wir ja bereits im Artikel iKids auf den Grund gegangen. Wie gegenwärtig das Thema jedoch ist, durfte ich in den letzten Wochen am eigenen Leib feststellen.

Wie neulich, bei einem Abendessen mit Freunden, wo darüber diskutiert wurde, ob es nicht besser wäre, das Kind im brasilianischen Urwald groß zu ziehen, damit es nicht schon im Windelalter Opfer des Apfelimperiums wird. Oder letztens in der U-Bahn, als ein genervter Vater seinem schreienden Kind einfach ein iPhone unter die Nase hielt, um es endlich zu beruhigen. Und so hört man sich selber zu der im Mutterglück befindlichen Freundin sagen: „Kauf dir doch ein iPhone, da gibt es viele lustige Apps mit denen die Kleine rumspielen kann.“

Das iPhone als Bespaßungsinstrument der 00er Jahre hat weder den nostalgischen Charme der „Kleinen Raupe“, noch die beruhigende Wirkung eines altmodischen Schaukelpferds. Was aber spätestens nach drei Stunden Dauergeschrei niemand mehr interessiert. Hauptsache das Kind ist erstmal beschäftigt. Und da es ja auch wirklich für alles eine App gibt, haben wir hier eine kleine Auswahl getroffen, die zwar das gute alte Kinderspielzeug nicht ersetzen, aber zumindest für kurze Zeit eine ebenso gute Ablenkung bieten.

 

Der amerikanische Blog parenting.com hat bereits eine schöne Auswahl an iPhone Applikationen  für Kinder getroffen. Ganze 25 Apps hat der Spezialist für Babytalk besprochen. Mein persönlicher Favorit: Wacky Safari, eine Art Schiebepuzzle mit Tierbildern und dem dazugehörigen Sound. Gespickt mit Witzen und anderen lustigen Fakten, bringt die Applikation Kinder nicht nur zum Lachen, sie lernen auch noch was dabei. 

                                                                 Wacky

 

Auch Mashable hat sich dem Thema angenommen, und dass bereits in zwei Einträgen. Neben „15 iPhone Apps to tame Kids“ haben sie auch Apps von Fisher-Price selbst unter die Lupe genommen . Und auch für die ganz ganz Kleinen gibt es Apps, wie der Kinder Blog Hamburg in diesem Post feststellt. Ganze Blogs wie zum Beispiel „The iPhone Mom“ und „iPhone Apps für Kinder“ suchen täglich nach den besten Apps in diesem Bereich. Und auch Apple selbst hat den Trend bereits entdeckt. Wer in der rechten Bildecke unter „App Store auf einen Klick“ sucht, wird bald fündig und kann sich von Apple eine Auswahl der besten Apps für Kinder anzeigen lassen.    

 

Büro-interne Umfragen haben ergeben, dass Kids genau wie ihre Eltern ihr iPhone nicht mehr missen möchten. Daher haben wir unsere Mini-Tester Mila, Luis und Livia losgeschickt, die uns exklusiv ihre Favoriten verraten haben. Mila ist dabei gleich doppelt am Start, denn sie hat sowohl iPhone, als auch iPad.


 

 
Hier also die Ergebnisse unserer Jury:

Mmonkeyonkey Preschool Lunchbox (iPad) 

 Sechs Mini-Games die Kindern beim Buchstaben lernen helfen.

 

Animal Mix and Match 

animal

 

 Kinder müssen drei verschiedene Bildausschnitte verschiedener Hippo Charaktere zusammen setzen.

 

Jack & The Beanstalk  (iPad) 

Jack

 

 Interaktives Storybook mit verschiedenen Spielen und großartigem Artwork.

 

Flight Control (Top Favorit iPad) iPad-Flight-Control-HD-App-with-Qantas-A380[1]

Line-Drawing Game in dem man selbst zum Fluglotsen wird.

 

 

 

Sneezies 

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Vorsicht, Überdosis Niedlichkeit! Mit Hilfe von Niesspulver müssen die Sneezies aus ihren Blasen befreit werden.

 

Zeichen Pad (iPad)

Zeichen Pad

 

Mit Wachsmalkreide, Buntstift und Co. können eigene Kunstwerke erschaffen werden.

 

Disneys Fairies Fly on iPad 

Fairies 

Mit Hilfe des iPads werden Feen durch ihre Heimat Pixie Hollow gesteuert und müssen dabei Gegenstände einsammeln und Hindernisse überwinden.

 

Pocket Pond (iPad)

pocket

 

Mit dieser interaktiven Applikation können Kois im Teich gefüttert und ihr Lernverhalten beobachtet werden.

 

 

 

Colorful Aquarium (iPad)

aquarium

 

Wie bei einem richtigen Aquarium müssen die Fische gefüttert und das Aquarium sauber gemacht werden.

 

 

iKitty

ikitty[1]

 

 

Virtuelles Haustier dass nicht nur Katzenfreunde begeistert.

 

 

 

 

Memory Block

memory block 

Gedächtnistrainer, bei dem die vom Computer vorgegeben Sequenzen wiederholt werden müssen.

 

 

 

CARS Matching 

cars

 

 

Memory-Spiel mit den Charakteren aus dem Disney Film “Cars”.

 

 

 

Dennoch, trotz einer Vielzahl an Applikationen, die durchaus pädagogischen Nutzen haben, stellen sich iPhone-affine Eltern immer wieder die gleiche Frage, die Marek Hoffmann von Basic Thinking so schön auf den Punkt gebracht hat: „Stört es seine geistige Entwicklung, sein Phantasievermögen, seine soziale oder emotionale Kompetenz oder etwas Ähnliches, wenn er anstelle eines klassischen Memory-Spiels eines auf dem iPhone spielt?“ Ich persönlich würde die Frage mit Nein beantworten. Und meiner Meinung nach sollten auch Eltern entspannter mit diesem „moralischen Dilemma“ umgehen. Denn so lange die Kinder weiterhin mit Freunden spielen, ihre Kreativität mit selbst gemalten Bildern ausleben und fleissig das Alphabet aufsagen können, ist doch eigentlich alles in Ordnung. Egal, ob mit iPhone, oder ohne.

Foto2

Was meint ihr? Seid ihr anderer Meinung? Dann am Besten fleißig kommentieren…

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One Response to “Das iPhone als Bespaßungsinstrument – so 2010!”

  1. Margorie Shebchuk Says:

    Kann meinem Vorredner nur zustimmen, ich sehe das ganz ähnlich.

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