Im Selbsttest: Das Motorola Milestone

Seit genau 50 Tagen gehört mir ein Motorola Milestone für 480 Euro (über O2). Die Entscheidung für das gehypte Android Handy fiel mir nicht schwer – zu verführerisch war der Presse-Rummel. Zeit für ein kurzes Review!

Eines vorneweg: Handlich ist das Motorola Milestone nicht. Aber mit einem Riesendisplay ausgestattet. Ein Kraftpaket, schwarz, dynamisch, teknoid. Vollgepackt mit allerlei technischen Spielereien und Raffinessen.

Die 5 MP-Kamera lockt mit Blitz und Bildstabilisation. Ich hab allerdings meine Probleme, den Auslöser unter Kontrolle zu halten. Mein erstes Touch Pad Handy macht die ersten Tage mit mir, was es will – und nicht das, was ich will, nämlich schöne Photos. Mittlerweile erweist sich die Kamera als echtes Highlight und macht gestochen scharfe Bilder.

Zum Musikhören kam ich lange nicht, vor ein paar Tagen hab ich mir einen Podcast zum Joggen aufs Handy gestreamt. Fazit: Der Sound ist super.

SMS/MMS senden ist … schwierig. Die schöne übersichtliche Chat-Darstellung aller Messages kann die umständliche Bedienung der Tastatur nicht wettmachen. Schreiben mit diesem Handy bringt mich auf die Palme! Das liegt zum Einen an den kleinen Tasten – sowohl auf der ausfahrbaren Tastatur als auch auf dem Touch Pad verfügbar – als auch der Easy Touch Mentalität. Alles geht ganz einfach, schnell, mit einem Klick – ich weiß nicht, wie oft ich aus Versehen meine Klingeltonlautstärke reguliert habe.

Die vorinstallierten Apps wie der YouTube Player sind nett, aber wenig neu. Ich habe generell das Gefühl, ich halte ein eher rudimentäres Handy in meinen Händen, das sich aber nach und nach erweitern lässt. Zum Beispiel über den Market Place, das Pendant zum iTunes Store, in dem sich mittlerweile ein paar brauchbare Apps angesammelt haben. Als Organisationsfreak ziehe ich mir in den ersten Tagen “AK Notepad” (schön einfach), “FlingTap Done” (umständlich) und “Advanced Task Killer” aufs Milestone. Daran, dass ich mit meinem Handy aber plötzlich alles ganz einfach, besser, unterhaltsamer, schneller machen können soll, daran muss ich mich gewöhnen.

Fazit: Ein High-Tech Handy, dessen Preis sich meiner Ansicht nach aber nicht rechtfertigt. Hätt doch lieber ein iPhone genommen … Ob mich das allerdings vor der Wahnsinnsrechnung geschützt hätte, die mir vor ein paar Tagen ins Haus geflattert ist? 434 Euro Internetkosten. Also, nicht vergessen: Immer schön Flatrate-Surfen.

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