Realität mal anders – Augmented Reality und ihre Rolle in der Werbung

Augmented Reality – was ist das eigentlich? Immer mehr Firmen setzen auf die Technologie, die so neu gar nicht mehr ist. Über eine Kamera werden visuelle Marker erfasst, deren Position in einem 3-D Raum bestimmt wird. Die Positionsdaten werden dann genutzt, um genau an dieser Stelle dreidimensionale Objekte darzustellen. Noch nicht verstanden? Macht nichts. Es gibt bereits einige Kampagnen, die sehr schön demonstrieren, wie es in der Praxis funktioniert. Endlich wird die „erweiterte Realität“ zu einem spannenden Tool für Werber, das den Kunden auf interaktive Weise mit dem Produkt verbindet.

Mit bestem Beispiel voran geht der Chips-Hersteller Doritos in Brasilien. Auf den Doritos Sweet Chilly Packungen sind Codes abgedruckt, die der Konsument auf der brasilianischen Website einlösen kann, indem er den Code in die Kamera hält und damit seinen „Doritos Lover“ zum Leben erweckt. Die witzig animierten 3-D Monster können dann auf der sozialen Plattform „Orkut“ als spezielle Applikation hinzugefügt und umsorgt werden – oder auch zur Adoption freigeben werden [Quelle].

Das Augmented Reality auch ohne 3-D Monster funktioniert und sogar sehr realitätsnah umgesetzt werden kann, beweist GE mit Smart Grid. Die Technologie zur Energiegewinnung wird in einem Hologramm dargestellt, das sich beim Scannen des Codes entfaltet. Es können sogar die Turbinen der Windräder angetrieben werden, indem der User in das Mikrofon des Computers pustet [Quelle].

Der Bayerische Automobilbauer BMW zeigt mit seiner Z4 Roadster Kampagne, wie sich Kreativität neu definieren läßt – mit Augmented Reality. Oder haben Sie schon mal ein Bild mit einem Auto gemalt? Hier ist das möglich.

Aber die „erweiterte Realität“ funktioniert nicht nur im Internet, sondern auch auf dem Mobiltelefon. Ob zu Hause am Schreibtisch oder auf der Strasse – das Handy macht Augmented Reality mobil. Man stelle sich zum Beispiel vor, man ist auf Reisen und steht vor einer Sehenswürdigkeit, die man nicht kennt. Mit dem Wikitude AR Travel Guide für das G1 Google Smartphone ist man sofort informiert. Einfach die Linse der Kamera auf das Objekt der Begierde richten und schon wird der Name plus interessante Informationen angezeigt. Wikitude kann weltweit 350.000 Sehenswürdigkeiten über GPS oder Adresseingabe finden [Quelle]. Ebenfalls über das Erfassen eines Codes mit der Handykamera funktioniert das „Fanta Virtual Tennis“, das es mit einem Smartphone ermöglicht sogar mitten auf dem Times Square gegeneinander Tennis zu spielen [Quelle].

Ausserdem kann Augmented Reality im Kollektiv so richtig Spass machen. Das zeigt eine Testkampagnen in mehreren Deutschen Kinos. Beim Test-Drive des MINI Clubman muss man sich nicht hinters Steuer setzen, um echten Fahrspass zu erleben [Quelle]. Und auch in der Kunst kann „Realität“ schon bald neu definiert werden, wie The Artvertiser beweist.

Wie weit sich die Möglichkeiten der faszinierenden Technologie ausschöpfen lassen bleibt abzuwarten, doch eines ist gewiss: Der Aha-Effekt ist stets garantiert.

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