Mobil in die Festival Saison!
Endlich Sommer – naja, fast. Auf jeden Fall endlich wieder Festivals! Denn Musik im Freien funktioniert immer noch, auch 40 Jahre nach Woodstock. In der Zwischenzeit ist jedoch vieles anders, und statt mit Schlammbällen auf sich aufmerksam zu machen, textet man sich lieber von der Main Stage zum Alternatent. Das Britische Online Portal About.com hat das Handy als eines der zehn wichtigsten Dinge gelistet, die man zu einem Festival mitbringen sollte . Handys auf Festivals sind zu unerlässlichen Survival Gadgets geworden – und zwar nicht nur, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben.
Das beginnt schon bei der Anfahrt. Denn studentischen Transportmitteln à la VW Polo und Nissan Micra fehlt es häufig am eingebauten Navi – ein erster Stolperstein auf der Suche nach abgelegenen Festivalorten wie Ellerdorf, Northeim oder Puch. Das Handy schafft Abhilfe. Denn mit der mobilen Applikation von Google Maps findet man garantiert den Weg – auch in die entlegensten Orte der Republik!
Endlich am Parkplatz angekommen steht man vor dem ersten großen Problem. Wie baut man nur dieses verdammte Zelt auf? Die Anleitung ersetzte letztes Jahr das fehlende Toilettenpapier, die Freunde blicken die Einzelteile mit ratlosen Gesichtern an. Schnell das Handy gezückt und die Mobile Site von YouTube aufgerufen. Dort finden sich diverse Anleitungsvideos die anschaulich erklären, durch welchen Nippel die Lasche muss.
Fertig!
Nun also ab aufs Festivalgelände und durchstarten. Vielleicht hilft auch hierbei eine mobile Applikation. Virgin Mobile brachte als Mobile Marketing Maßnahme zum V-Festival 2008 den Festival Buddy auf den Markt . Die mobile Applikation beinhaltete neben Infos zu Line-Up und Location auch Ablaufpläne, die individuell zusammengestellt werden konnten. Die Applikation versprach sogar aktuelle Wetterinfos, jedoch ist auch sie leider immer noch nicht im Stande, eine drohende Wetterfront abzuwehren.
Egal, denn ein bisschen Regen verscheucht noch keinen hartgesottenen Festival-Fan, der sich schon am ersten Tag komplett verausgabt. Darum geht es auch früh ins Bett, man will ja am nächsten Tag fit sein. Doch wie schlafen, wenn der Zellstoff jedes noch so kleine Geräusch durchlässt und der Zeltplatz in einer Schnarchsymphonie versinkt. Auch hierfür gibt es eine App, wie die iPhone Werbung jetzt sagen würde. Und die heißt SleepStream. Sie verspricht garantiert besseres Einschlafen – und ist gut um sich zwischendurch mit einem Power-Nap zu erfrischen. Das ideale Tool also nicht nur, um die nächtliche Regeneration zu sichern, sondern auch um die Umbaupausen optimal zu nutzen.
Apropos Umbaupausen. Während man so seine bereits geschossenen Handyfotos vergleicht (gut, wenn die neu gekaufte Spiegelreflexdigi nicht leiden muss, wenn man auf Festivals fährt), kann es mitunter zu der ein oder anderen zwischenmenschlichen Begegnung kommen. Denn es soll schon Paare gegeben haben, die sich über verunglückte Bluetoothübertragungen kennen gelernt haben.
Doch auch, wenn dieser unwahrscheinliche Fall eher nicht eintritt, Festivals sind natürlich der ideale Ort für flüchtige Bekanntschaften, die vielleicht sogar Potential haben. Um genau dieses Potential abzuchecken, lohnt sich nach dem ersten Kennenlernen eine kleine Recherche auf den mobilen Seiten von Myspace und Facebook. Denn wenn das Objekt der Begierde vergeben ist, sollte man sich lieber auf die Suche nach dem Nächsten machen, Auswahl gibt es auf Festivals ja genug.
Und wenn man dann denjenigen welchen gefunden hat, darf die Killer-Festival-App natürlich nicht fehlen. Ein brennendes Feuerzeug fürs Handy-Display, mit dem man sich garantiert nicht die Finger verbrennt! Die Applikation gibt es als Add-On zu verschiedenen Applikationen wie der Festival Buddy Applikation von Virgin Mobile, für Blackberry und Windows Mobile.
Mit einer App hat Apple in jedem Fall allen anderen Etwas voraus: Der Solar Charger sorgt auch ohne Steckdose auf dem Festival dafür, dass die oben beschriebenen Gadgets überhaupt zum Einsatz kommen können.
