Unterwegs mit Freunden in Mobile Social Communities
Noch schnell mal meine Mails gecheckt, ein kurzes Schwätzchen mit meinem Kumpel in Malmö via Skype gehabt und die neuesten Einträge auf Facebook verfolgt, ehe ich wieder meine Wohnung Richtung reales Leben verlasse. Doch jetzt habe ich seit einem Tag kein Internet mehr und irgendwie fühlt es sich an, als ob etwas Elementares in meinem Leben fehlt.
Doch das digitale Leben geht weiter. Als nun stolze Besitzerin eines Smartphones werde ich jetzt meine sozialen Netzwerke im mobilen Internet pflegen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist doch das Abhängen in digitalen Social Communities zu einem Teil der Kommunikation mit unseren Freunden geworden.
Laut der JIM Studie, zum Beispiel, nutzen 57% der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren digitale Communities, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben und mit ihnen Fotos und Neuigkeiten auszutauschen (Quelle).
Immer neue Zahlen belegen, dass auch die mobile Nutzung der Social Communities rasant steigt. „Nach einer Studie von ABI Research 2008 haben 46 Prozent der Nutzer von Social Networks dieses auch schon mit ihrem Mobiltelefon genutzt. Von diesen besuchten 70 Prozent MySpace und 67 Prozent Facebook. Kein anderes Social Network kam auf mehr als 15 Prozent“ (Quelle). Allein Facebook nutzen im Monat Februar bereits 25 Millionen User weltweit mobil (Quelle).
Dann werde ich gleich mal meinen Status auf Facebook mit meinem Handy updaten. Mit integrierter Handseterkennung lande ich direkt auf der mobile Seite von Facebook. Schnell eingeloggt, die neuesten Updates gelesen und kommentiert, und auch der Status ist schnell hinzugefügt. Schwieriger gestaltet sich jedoch der Upload meiner Partyfotos von gestern Abend. Leider wird diese Funktion von meinem Provider nicht unterstützt und auch die Chatfunktion ist mobil nicht verfügbar.
Drum lade ich mir die mobile Skype Applikation herunter. Die Installation funktioniert super schnell und auch die Kneipenverabredung mit Freunden erfolgt mit der Handyversion von Skype ohne Zeitverzögerung.
Naja, wie immer bin ich die erste in der Bar. Beim Warten entdecke ich das aktuelle Konzertplakat von Anthony and the Johnsons. Ein Handyfoto zur Erinnerung ist schnell geschossen und um auch Interesse bei meinen Freunden zu wecken, versuche ich nun das Foto des Konzertplakats in meinem Lokalisten Account zu posten. Hierzu muss man allerdings wissen, dass die mobile URL nicht dieselbe ist wie die für das Internet. Nach Registrierung meiner Handynummer kann ich allerdings problemlos Fotos direkt in mein Profil hochladen.
Hier zeigt sich der tatsächliche Mehrwert der Nutzung von Social Communities und Instant Messenger mit dem Handy. Warum warten, wenn ich mich in sekundenschnelle auch unterwegs mit meinen Freunden über gerade gewonnene Neuigkeiten – seien es Geschichten, Fotos oder Videos – austauschen kann – egal wo ich mich gerade befinde. Aufgrund dieses mobilen Zusatznutzens gegenüber PC-Internet wird die zunehmende Verbreitung von mobilen Social Communities auch durch günstiger werdende mobile Internettarife als auch durch die voranschreitende Verbreitung der entsprechenden mobilen Endgeräte unterstützt.
Apropos Netzwerk, wo bleiben denn meine Freunde? Jetzt wäre es genial, wenn ich nachschauen könnte, wo sie sich gerade befinden. Leider bieten weder Facebook, noch die Lokalisten Location Based Services an. So melde ich mich schnell bei Aka-Aki an, eine mobile Social Community, die andere Mitglieder orten kann. Über die Bluetoothreichweite können sich die User zwar nicht direkt lokalisieren, jedoch ist ihre ungefähre Entfernung voneinander sichtbar. Die Navigation über die mobile Aka-Aki Applikation ist richtig userfreundlich. Doch leider sind meine Freunde nicht bei dieser Community angemeldet, aber gleich 7 Personen werden in meinem unmittelbaren Umfeld geortet. Ich erfahren einige persönliche Details über mir völlig fremde Menschen. Aber zum Glück kann ich mich auch „tarnen“ und mich nur für meine Freunde sichtbar machen.
Viel interessanter fände ich allerdings Informationen über WLAN-Hotspots, Geldautomaten oder Kinos in meiner unmittelbaren Umgebung. Dazu müsste die mobile Social Community ihre User jedoch über die GPS Funktion ihrer Mobiletelefone orten. Zum Beispiel die mobile Plattform Qiro erhält meinen Standort per GPS und zeigt mir sogar das nächste freie Fahrrad aus dem Call-A-Bike-Programm der Deutschen Bahn an. Doch zum Austesten komme ich nicht mehr, da meine Freunde endlich das Lokal erreicht haben und ich mich nun wieder vollends der Realität widme.
Die Links auf einem Blick:
Facebook – m.facebook.com
Myspace – m.myspace.com
Lokalisten – mobile.lokalisten.de
Skype – mobiledownload.skype.com
Aka-Aki – m.aka-aki.com
Qiro – www.qiro.de
Tags: Facebook, Lokalisten, Myspace, Social Communities, Use
