Apples App-Mania
Der Hype ums iPhone reißt nicht ab. Wen wundert es also, wenn auch die ein Stück vom Kuchen haben wollen, die ihn gar nicht gebacken haben? Zum Glück ist Apple clever genug, genau daraus auch Kapital zu schlagen. Seit 2008 ist der App Store für Drittanbieter geöffnet, es gibt seitdem mächtiges Gedränge hier.
Dreihundert Euro kostet die Mitgliedschaft in der iPhone App-Entwickler-Gemeinde. Immer mehr Firmen nutzen die Plattform, um eigene Apps zu entwickeln und zu vermarkten. Circa 70% verdienen sie an einem App-Download, den Rest streicht Apple ein. Den Erfolg des Stores macht zum Einen die direkte Downloadmöglichkeit aufs Handy aus. Zum Anderen finden Nutzer hier eine Riesenauswahl an sinnvollen – und weniger sinnvollen Handyapplikationen.
Wir erinnern uns: I am Rich, die $999,99 Dollar Applikation, die genau 8 Käufer hatte und danach eiligst aus dem Store genommen wurde. Der Grund: Ein paar Leute, die leider gar nicht reich waren, hielten den Preis der App für einen verspäteten Aprilscherz und orderten sie [Quelle]. Weitere Hypes: Pocket Guitar. Fünf Männer, drei Stunden Zeit, ein iPhone. Besser als Luftgitarre! Die Applikation ermöglicht es, Gitarrenseiten direkt auf dem iPhone anzuschlagen. Auch auf der Top Download List: iBeer, eine der ersten Fun-Apps fürs iPhone. Mit dem Sixt Radarwarner, der unlängst auf den iPhone Markt kam, ist allerdings nicht zu spaßen: Wird die App auf dem Telefon entdeckt, drohen Geldbußen von 75 Euro, vier Punkte in Flensburg und Einzug und Vernichtung des Gerätes. Wär doch schade, man würde eine Menge verpassen.
Einen eigenen Preis haben die iPhone Enthusiasten auch schon: den Best iPhone App ever Award. Der Preis für das Best Game Port ging zum Beispiel an Electronic Arts mit SimCity. Die gehörten übrigens neben AOL zu den ersten, die sich 2008 ans Entwickeln von iPhone Applikationen machen durften. Um im Store Dschungel, der nach 200 Tagen schon über 10.000 Angebote aufweist, den Überblick zu behalten, sei auf diesen Blog verwiesen. Hier tummeln sich ständig neue und ausführliche Rezensionen.
Neben gehypten Fun Apps gibt es natürlich auch seriöse Angebote wie zum Beispiel von Lufthansa. User müssen sich nach dem Download nur noch einmalig registrieren und können mit einem Klick die mobilen Angebote der Fluggesellschaft abrufen. Auch schön übersichtlich: AroundMe. Die App ermittelt schnell und einfach die Position des Users, der dann nach Restaurants, Kinos, Apotheken etc. schauen kann. So viel Hype können Samsung und Nokia natürlich nicht ignorieren: die Handyhersteller haben den Lauch der eigenen App Stores bereits angekündigt [Quelle].
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